Katzen würden Mäuse kaufen

Wir füttern Futter der Marken Porta 21, Select Gold, Real Nature und auch Lux..

Außerdem gehört auch Rohfutter wie Herz, Magen und Geflügel zum Speiseplan!

1/3 Trockenfutter, 2/3 Nassfutter.

Information:

Die ideale Nahrung für eine Katze ist die Maus. Diese Feststellung

mag vielleicht etwas einfach und belanglos klingen; ist

sie aber durchaus nicht.

Die wichtigste Erkenntnis, die jeder Katzenbesitzer daraus

ableiten sollte, ist die Tatsache, dass Katzen reine Fleischfresser

sind. Am artgerechtesten wäre also eine reine Rohfütterung

ganzer Tiere, einschließlich vorverdautem Mageninhalts,

Knochen, Sehnen etc. Diese Rohfütterung mit Supplementen

nennt sich BARFen (Biologisch Artgerichte Rohe

Fütterung), ist jedoch für den durchschnittlichen Katzenhalter

leider schwierig zu realisieren, da sie eine genaue Kenntnis

der Materie erfordert. Die meisten werden folglich auf die Verfütterung

von Fertignahrung angewiesen sein. Wenn man sich

aber mal eine Dose Katzenfutter einer x-beliebigen Firma

ansieht, ist man sehr erstaunt, darin so ziemlich alles zu finden

– nur fast kein Fleisch!

Was ist eigentlich in der Dose?

Los geht es meist mit „Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen“.

Das ist nichts anderes als: billige Schlachtabfälle, zerkleinertes

Fell, Knochen, Federn, Schnäbel, Wolle, Urin und etliches

mehr. Auch wenn die Katze in der Natur die ganze Maus

frisst, ist das Verhältnis der einzelnen tierischen Bestandteile

in der Dose nicht ausgeglichen und die Qualität des verwendeten

Fleisches nicht sehr hoch, weil das für den Hersteller

viel zu teuer wäre. Generell kann man sagen, dass der

Fleischanteil daran immer sehr gering ist, und die „4% Huhn,

Kaninchen etc.“ bedeuten nichts anderes, als dass von diesen

Abfällen 4% von entsprechendem Tier stammen. Diese Abfälle

sind für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen, und

fallen deshalb auch nicht unter die Bestimmungen der Lebensmittelindustrie.

Nicht alle verwendeten Kadaver sind

frisch, und außerdem werden natürlich auch kranke Tiere

verarbeitet, so dass sich unter anderem auch karzinogenes Gewebe in

den Dosen befindet. Nicht sehr appetitlich und auch nicht sehr

gesund!

Normalerweise würde eine Katze dieses Zeug nicht anrühren,

aber die zugesetzten Fette (Abfallfette, z.B. altes Bratfett), die Aroma,

Geschmacks- und Konservierungsstoffe und der zugesetzte

Zucker lassen die Katze ihren Ekel vergessen.

Dann wird es richtig kritisch. Als nächstes stehen „pflanzliche

Nebenerzeugnisse“ und „Getreide“ auf dem Plan. Darin

enthalten sind unter anderem zerstoßene Erdnussschalen,

Getreideabfälle aller Art und vor allem viel Soja, denn das ist

schön billig. Diese Inhaltsstoffe sind völlig widernatürlich,

denn, anders als Hunde, benötigen Katzen zur Deckung ihres

Energiebedarfs keine Kohlenhydrate, sondern Eiweiße (Proteine).

Ihr Darm ist viel zu kurz, um die langkettigen Kohlenhydrate vollständig

aufzuschließen. Das große Problem bei der Sache ist folglich,

dass Katzen diese sowie alle pflanzlichen Eiweiße, z.B. aus

Soja, nicht komplett verdauen können!! Dies gilt ebenso für fast alle

Gemüsesorten, von denen lediglich Karotten (nicht roh!) für die

Katze verdaulich sind. Deshalb sollte der Kohlenhydrategehalt

(Getreideprodukte) so niedrig wie möglich und die verwendeten

Getreidesorten so hochverdaulich wie möglich sein (z.B. Reis).

Wird dem Körper der Katze pflanzliches Material zugeführt, muss

es dieser als „Sondermüll“ verarbeiten, wobei lebenswichtige Organe

wie Niere und Leber übermäßig strapaziert werden und somit

ziemlich früh ausgemergelt sind. So stirbt dann auch jede 2. Katze

an Nierenversagen, und solche Organschäden entstehen sehr

häufig durch Ernährungsfehler!

Ein hoher Anteil an pflanzlichen Inhaltsstoffen begünstigt außerdem

die Bildung von Harnsteinen, weil er dafür sorgt, dass der Harn

basisch wird. Fleisch wiederum macht den Harn sauer und verhindert

so die Bildung von Harnsteinen. Dies gilt nicht für ältere Katzen

und Katzenwelpen, die von Natur aus einen sehr sauren Harn

haben.

Zum Schluss findet man noch eine besondere Überraschung in der

Dose: Zucker! Dieser schädigt nachweislich den Organismus der

Katze und verursacht Zahn- und manchmal auch Bauspeicheldrüsenprobleme.

Zudem fördert er die überproportionale Vermehrung

von Pilzen im Darm, was dazu führt, dass die Darmflora aus dem

Gleichgewicht kommt, der Organismus belastet wird und außerdem

fortan ein Großteil des der Katze zugeführten Futters der

„Ernährung“ der Pilze zugute kommt, und nicht Ihrer Katze. Übrigens:

Ob „Zucker“ oder „Karamell“ auf der Dose steht, ist unwichtig.

Karamell ist nämlich auch ein Zuckerderivat und hat dieselben

Gesundheitsschäden zur Folge!

Verdummung im Supermarkt

Leider werden die Tierbesitzer nicht über die Zusammensetzung

aufgeklärt, sondern mit netten Bildchen von süßen und zufriedenen

Katzen ruhig gestellt, die von der Dose und vom Fernseher prangen.

Ob man nun die Firma x, die Firma y oder die Firma mit den

lila Aufklebern kauft, ob die Dose schlicht ist oder das Futter in

kleinen, teuren 100-g-Schälchen oder Tütchen daherkommt, ob es

sich als Ragout, Geschnetzeltes oder Häppchen in Géleé tarnt; der

Großteil der Futtermarken kommt aus derselben Fabrik ein und

desselben Herstellers - und der hat als Ziel die Optimierung seiner

Bilanz und nicht die Gesundheit unserer Katzen.

Fast alle genannten Inhaltsstoffe, einschließlich Zucker, sind

billige Rohstoffe, die die Dose füllen, ohne der Katze auch

nur ansatzweise von Nutzen zu sein. Hinzu kommen noch

Konservierungsstoffe, die meist unter dem Deckmantel

„EWG-Zusatzstoffe“ laufen und Krebs auslösen können.

Hier wird deutlich, dass der Tierbesitzer bewusst im Unklaren

gelassen wird.

Wie unterscheidet man gutes von schlechtem Futter?

Es gibt 2 einfache Methoden, gutes von minderwertigem

Futter zu unterscheiden. Erstens: Jedes Futter, das im

Supermark erhältlich ist, ist minderwertig. Zweitens: Je geringer

die Menge an Futter ist, die die Katze zur Sättigung

ihres Nährstoffbedarfs benötigt, desto hochwertiger ist es.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Bei den in Supermarkt

erhältlichen Produkten erfährt man, dass eine

„durchschnittlich große Katze (4 kg)“ täglich 425 g benötigt.

Von einem hochwertigen Futter benötigt dieselbe Katze

plötzlich nur noch 156 g. Diese Differenz von 269 g kommt

durch die billigen Füllstoffe zustande. Dasselbe gilt für billiges

Trockenfutter. Auch hier wird mit Füll-, Farb- und Aromastoffen

gearbeitet. Von einem billigen Trockenfutter

braucht man täglich ca. 110 g, und von einem hochwertigeren

nur 60 - 70 g.

Der Grund, warum Ihre Katze trotzdem das billigere Futter

lieber mag, ist, dass die minderwertigen Zutaten mit

Geruchs- und Geschmacksstoffen versetzt werden und

außerdem jede Menge Zucker zugeführt wird, auch wenn

die Futtermittelindustrie natürlich andere Argumente für die

Beliebtheit ihrer Produkte anführt.

Daran gewöhnen sich die Katzen natürlich und werden

regelrecht süchtig danach. Deshalb lehnen sie hochwertiges

Futter zunächst oft ab, weil die Suchtstoffe darin fehlen.

Die Vorteile hochwertigen Futters

Einige Premium-Futtermarken wählen ihre Inhaltsstoffe so

aus, dass sie weitgehend den natürlichen Nahrungsgewohnheiten

der Katze entsprechen. Diese hochwertigen

Futtermarken sind sowohl als Nass- wie auch als Trockenfutter

erhältlich. Für hochwertiges Futter haben Sie nicht

mehr Kosten als für minderwertiges. Es erscheint auf den

ersten Blick teurer, aber da Sie nicht dieselbe Menge brauchen,

wirkt es sich finanziell nicht aus. Im Gegenteil, es

kommt Sie sogar günstiger, denn Sie sparen auch noch

„am anderen Ende“. Weil alle Inhaltsstoffe voll verdaulich

sind, haben Sie weniger Kot und somit einen geringeren

Verbrauch an Katzenstreu. Durch die Hochwertigkeit der

Inhaltsstoffe haben sie keine Niere und Leber belastenden

pflanzlichen Abfallprodukte. Außerdem läuft Ihre Katze

weniger Gefahr, an Erkrankungen der Harnwege zu erkranken,

weil weniger Flüssigkeit mit dem Kot über den Darm und

somit mehr Flüssigkeit durch die Harnröhre ausgeschieden

wird, die dabei „gespült“ wird und somit der Bildung von

Harnsteinen vorgebeugt werden kann. Dies gilt für die

Ernährung mit hochwertigem Nassfutter genauso wie für die

Ernährung mit hochwertigem Trockenfutter.

Trockenfutter hat zwar den großen Vorteil, dass es hygienischer

ist und den Kaumuskeln gut tut. Allerdings muss man

darauf achten, dass die Katze ausreichend trinkt (am besten

sofort nach dem Essen), weil sonst wiederum die Nieren belastet

werden!! Die meisten Katzen lassen sich durch eine

Katzentränke welche eine Quelle

simuliert, gut zum Trinken animieren. Andere nehmen vermehrt

Wasser auf, wenn dieses einen Schuss Milch enthält.

Wird bei ausschließlicher Trockenfuttergabe nicht auf ausreichend

Flüssigkeitsaufnahme nach dem Essen geachtet, kann

es zur latenten Dehydration (Austrocknung) kommen. Darum

sollte man auf keinen Fall ausschließlich Trockenfutter verabreichen,

sondern die Nahrung um ein hochwertiges Nassfutter

ergänzen und zusätzlich mit etwas Wasser anreichern.

Hochwertige Futtersorten sind auf das Alter und die

„Lebenssituation“ der Katze abgestimmt. Ein Menschenbaby

hat ja auch andere Ernährungsbedürfnisse als ein Rentner,

und ein Hochleistungssportler braucht mehr Energie als ein

Bewegungsmuffel. Dasselbe gilt auch für Katzen!

Auch wenn Ihre Katze schon älter ist: Eine Umstellung lohnt

sich immer, und die Katze wird es mit einem langen,

gesunden Leben danken!

Quelle: Tierhilfe Kassel e.V