Häufig gestellte Fragen

Warum eine Rassekatze?

Natürlich ist eine Rassekatze nicht besser oder "edler" als unsere Hauskätzchen. Ein guter Züchter versucht aber immer, die besonderen rassetypischen Verhaltensweisen in seinen Tieren durch gezielte Auswahl zu kultivieren. Katzen sind jedoch immer für eine Überraschung gut und unter unseren Hauskatzen finden sich ausgesprochen liebe Tiere, oft mit einer tollen Persönlichkeit.

Wer jedoch ein bestimmtes Erscheinungsbild bevorzugt, muss eben auf die entsprechende Rasse zurückgreifen. Außerdem kann man bei einem Züchter feststellen, wie das Katzenbaby aufwächst, wie die Eltern des Kätzchens sich verhalten, wie die Stimmung allgemein unter den Katzen und Menschen im Haus des Züchters ist. Daran kann man in etwa ablesen, wie gut ein Katzenbaby sozialisiert ist.

Außerdem wird ein seriöser Züchter dem Käufer eines seiner Kätzchen immer gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie sieht es mit der Gesundheit aus?

Alle Katzen, egal ob Rassekatze oder Hauskatze, können fast alle der menschlichen Krankheiten entwickeln und ein paar katzenspezifische dazu. Gegen einige dieser speziellen Krankheiten in Form von Infektionen, wie Katzenseuche- und Schnupfen, Leukose, FIP, kann man mit Impfungen vorbeugen. Einige der unter Katzen vererblichen Krankheiten, besonders Herzkrankheiten und angeborene Hüftprobleme, sind durch Tests nachzuweisen, die der Züchter bereits bei den Eltern vornehmen lassen wird. Für einige Krankheiten, etwa FIP, sind allerdings immer noch keine wirklich aussagekräftigen Tests auf dem Markt...

Ein vernünftiger Züchter achtet auf Gesundheit seiner Tiere und deren Nachkommen und vermeidet eine zu enge Linienzucht, bzw die Zucht mit Blutlinien, aus denen Gesundheitsprobleme bekannt sind. Er kann trotzdem eine Gesundheitsgarantie lediglich für den Zeitpunkt der Abgabe des Kätzchens geben, jedoch nicht für die Zukunft.

Hauskatzen sind nicht unbedingt gesünder, zumal man im Allgemeinen kaum Informationen über ihre Herkunft hat. Auch auf Bauernhöfen kann der Sohn die Mutter decken, gehen Infektionen reihum, finden Impfungen eher nicht statt ...

Warum ist eine Rassekatze so teuer?

Jemand, der eine Zucht als Hobby betreibt, wird entgegen der häufigen Meinung damit kaum Geld verdienen können. Er kann froh sein, seine Kosten zu decken und auch diese Hoffnung ist häufig genug vergebens. Die Arbeit, die mit der Versorgung der Katzen und der Aufzucht der Jungtiere verbunden ist, soll hier gar nicht gerechnet werden.

Ein Züchter hat immens hohe Kosten für die Gesunderhaltung seiner Tiere zu leisten, für Impfungen, Gesundheitstests usw. Mit der Geburt von Würfen und zur Pflege der Mutter und der Kleinen sind oft etliche Ausgaben notwendig.

Auch Werbung hat ihren Preis, denn auch der Hobbyzüchter muss sich bemerkbar machen, um Interessenten für seinen Nachwuchs zu finden.

Der Besuch von Ausstellungen, der sich leider nicht vermeiden lässt, ist mit Kosten für Meldegebühren, Anreise, Hotel und ähnlichem, verbunden.

Dazu kommt immer wieder der Ankauf von Zuchttieren, die Vereinsgebühren, die Kosten für Ahnentafeln usw.....

Die Ernährung der Katzen spielt eine wichtige Rolle und ein guter Züchter wird seinen Katzen die bestmöglichen Produkte zukommen lassen.

Vor der Abgabe an den Liebhaber werden die Babies mehrmals geimpft und untersucht und es werden Ahnentafeln erstellt. Auch dies hat seinen Preis.

Brauche ich als Liebhaber "Papiere" für meine Katze?

Nein, eigentlich nicht, denn eine Ahnentafel ist lediglich ein Abstammungsnachweis, den sich ein Liebhaber, der keine Zuchtambitionen hat, nur in den Schrank legen kann. Man sollte jedoch bedenken, dass ein Züchter, der Papiere für seinen Nachwuchs mitgibt, in einem Verein organisiert sein muss, der diese Papiere ausstellt, die Zucht in gewissem Sinne überwacht und auch die Häufigkeit der Würfe einer Katze reguliert.

Ein "wilder" Züchter muss sich keinerlei Kontrolle unterziehen und kann seine Tiere im schlechten Fall so oft decken lassen, wie er er will und ebenso Tiere mit Zuchtfehlern verpaaren.

Darf ich mit einem Liebhabertier selbst züchten?

Grundsätzlich schon, es kommt allerdings darauf an, welche Bedingungen im Kaufvertrag zwischen Züchter und Liebhaber vereinbart wurden. Falls eine Vertragsklausel die Zucht mit dem gekauften Tier ausschließt, ist dies auch nicht erlaubt. Außerdem sollte man dabei immer bedenken, dass ein Züchter gute Gründe haben mag, ein Tier nicht zur Zucht zuzulassen, auch wenn dies keineswegs an einer gesundheitlichen Beeinträchtigung liegen muss.

Da ein Zuchttier im Preis wesentlich höher liegt als ein Liebhabertier, hoffen manche Leute auf ein "Schnäppchen", indem sie dann mit einer als Liebhabertier gekauften Katze zu züchten beginnen. Dies versucht der Züchter durch entsprechende Klauseln im Vertrag oder aber durch Aushändigung der Ahnentafel erst nach Kastrationsnachweis zu verhindern.

Ein Liebhabertier ist nicht schlechter als ein Zuchttier, wenn es darum geht einen lieben und wunderschönen Hausgenossen zu bekommen. Die kleinen Fehler, die ein Tier von der Zucht ausschließen, sind für einen Liebhaber kaum festzustellen. Oft wollen Züchter auch einfach nur ihre Linien nicht allzu häufig in anderen Zuchten verbreiten und verkaufen die Babies deshalb vorzugsweise an Liebhaber.

Warum ist ein Zuchttier teurer als ein Liebhabertier?

Ein Liebhaber findet "sein" Baby, indem das Herz spricht. Es muss niedlich sein, zutraulich und den Interessenten im Sturm erobern. Auch die Farbe, bzw der eigene Geschmack spielen hier eine wesentliche Rolle.

Ein Züchter, der ein neues Zuchttier sucht, muss auch auf viele andere Dinge achten:

Das Tier muss im höchstmöglichen Maß dem Standard, also der offiziellen Rassebeschreibung, entsprechen. Das betrifft Kriterien, die ein Liebhaber oft nicht mal bemerken würde. Es kommt außerdem auf Blutlinien an, die der Züchter wählt und auch darauf, ob die Katze später in der Lage ist, gesunde Würfe zu gebären und aufzuziehen, bzw als Kater die Mädchen problemlos zu decken.

Da ein Züchter jedes mal, wenn er ein Tier in einen andere Zucht weitergibt, auch quasi seinen Namen mitgibt, wird er bestrebt sein, nur allerbeste Tiere in eine andere Zucht zu verkaufen.

Da diese "perfekten" Tiere natürlich seltener in einem Wurf zu finden sind und der Verkäufer für diese Eigenschaften oft auch eine gewisse Art von Garantie geben muss, liegt der Preis dafür eben höher.

Braucht eine Rassekatze wie die Maine Coon Freilauf?

Ob der Besitzer einer Katze ihr Freilauf gewährt ist keine Frage der Rasse sondern eine generelle Entscheidung, bei Hauskatzen wie bei Rassekatzen. Eine Katze ist, sofern ihr der Gang nach draußen gestattet wird, anderen Gefahren ausgesetzt als eine reine Wohnungskatze. Dazu gehören Autos, mögliche Kämpfe mit Hunden, Füchsen und anderen Katzen und leider nicht zuletzt Attacken durch Katzen hassende Mitmenschen oder sogar der Diebstahl der Katze. Deswegen sollte man bei dieser Entscheidung das eigene Wohnumfeld genau prüfen, inwieweit diese Gefahren bestehen könnten.

Eine Katze, die als reine Wohnungskatze aufgezogen wurde, kann oder sollte auch weiterhin in dieser Form gehalten werden, wobei natürlich nichts gegen einen Platz auf dem vernetzten Balkon einzuwenden ist.

Eine Katze, die bereits "draußen" geboren oder aufgezogen wurde oder die an Freigang gewöhnt ist, wird nur schwer umzugewöhnen sein.

Muss ich meine Katze kastrieren lassen?

Diese Frage bezieht sich auf Rassekatzen wie auch auf Hauskatzen, auf Kater und Kätzinnen, und ist mit einem eindeutigen "JA" zu beantworten. Ein unkastrierter Kater wird wahrscheinlich irgendwann unangenehm riechen; er wird aber auch sein Leben lang bestrebt sein, sein Revier zu verteidigen, er wird nichts anderes im Kopf haben, als irgendetwas zu finden, was er decken kann, bis hin zu Stofftieren oder dem Bein seines wenig erfreuten Besitzers. Dies fördert Aggression, Störungen der Persönlichkeit und der Gesundheit.

Kätzinnen werden "rollig", schreien und gurren dabei oft tagelang nach einem Kater und die Abstände dieser Rolligkeiten können immer kleiner werden, wenn kein Deckakt stattfindet. Die Gefahr hierbei ist, dass Mädchen so recht schnell eine lebensbedrohliche Gebärmuttervereiterung entwickeln können.

Abgesehen davon versteht sich eine frühzeitige Kastration von selbst, wenn die Kater oder der Kater Freigänger sein sollte.

Muss meine Katze mindestens einmal Babies bekommen?

NEIN! Das muss die Katze nicht. Es ist ein alter Irrglaube, dass eine Katze einmal geworfen haben muss, um gesund und fit zu bleiben. Wenn das Mädchen vernünftigerweise spätestens nach der ersten Rolligkeit kastriert wird, wird sie nichts vermissen. Und außerdem: Wollen Sie sich den Stress mit Geburt und Abgabe der Kleinen zumuten, sofern sie sie dann überhaupt abgeben können?

 

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