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Der Preis
Wer sich noch nie mit dem Preis einer Rassekatze beschäftigt hat, ist sicherlich im ersten Moment etwas geschockt! Nachfolgend ein paar Information wie diese Preise zustande kommen!
Ein Irrglaube ist, dass die Stammbäume den Preis einer Rassekatze ausmachen. Dies ist nur bedingt der Fall. Der Stammbaum an sich kostet nicht viel. Der Preis ist von Verein zu Verein unterschiedlich, er variiert zwischen € 10,00 und €30,00. Das, was jedoch hinter dem Stammbaum steht, fliesst aber auf jeden Fall in den Preis mit ein: Um zu Papieren für sein Tier zu kommen, muss der Züchter sich gewissen Zuchtrichtlinien unterwerfen.
Das heisst z. B.: Eine Katze darf erst gedeckt werden, wenn sie mindestens zwölf Monate alt ist, die Anzahl der Würfe ist beschränkt auf maximal 3 innerhalb von zwei Jahren, die Katze muss auf einer Ausstellung mindestens eine "vorzüglich"- Bewertung erhalten haben . Dies unterscheidet den seriösen Züchter schon im Vorwege von wilden Vermehrern, denen die Anzahl der Würfe wichtiger ist, als unter weitestgehender Schonung der Muttertiere geborene gesunde, charakterfeste und dem Standard entsprechende Kitten gross zuziehen.
Schon bevor eine Katze gedeckt wird, muss sich der Züchter Gedanken darüber machen, wer denn der Vater seiner zu erwartenden Kitten sein soll. Hier sind Ausstellungsbesuche, Kontaktpflege mit anderen Züchtern, oft lange Telefonate notwendig, bis man den richtigen Züchter gefunden hat. Dann wohnt der "Auserwählte" natürlich nicht unbedingt gleich um die Ecke. Reisekosten fallen an, um seine Katze zum Kater zu bringen, natürlich muss man sie auch wieder abholen. Hier kommen schnell einige Euro`s zusammen.
Und dann natürlich die Deckgebühren. Diese liegen im Durchschnitt zwischen €300,00 und € 750,00. Selbstverständlich muss auch das Muttertier vor der Deckung etliche Tests und Gesundheitsschecks über sich ergehen lassen, bevor die Besitzer des "Auserwählten" bereit sind, einem die Tür zur öffnen. Niemand möchte sich gerne Viren und Bakterien ins Haus holen.
Kommt die werdende Mutter dann nach Hause, benötigt sie neben ihrer sonst schon hochwertigen Ernährung besonderes Futter. Die nächsten Wochen und Monate wird sie ausschließlich Kittenfutter zu sich nehmen, da dies noch energiereicher ist und den Kitten einen guten Start ins Leben ermöglicht. Natürlich ist dies teurer, als das normale Futter. Kommt dann endlich der spannende Moment und die Katze bringt ihre Babys zur Welt, geht es natürlich weiter. Weiterhin gutes Kittenfutter, natürliche sonstige Leckereien und Vitamine, nur das Beste für die junge Katzenmutter. Beginnen dann die Kleinen, selbstständig zu werden, kommt man aus dem Staunen nicht heraus, wie groß der Appetit so kleiner Fellbälle sein kann! Und natürlich wird eifrig Katzenstreu in der ganzen Wohnung verteilt! Regelmäßige Wurmkuren sind für die Kleinen selbstverständlich, dazu kommen die notwendigen Impfungen. Im Durchschnitt rechnet man pro Kitten für Wurmkuren, Impfungen, Untersuchungen, und das Gesundheitszeugnis ca. € 100,00.
Natürlich muss man auch bekannt machen, dass Katzenbabys zu vermitteln sind. Hierzu muss man Annoncen in den unterschiedlichsten Zeitungen schalten, die Preise hierfür sind sehr unterschiedlich. Weitere Kosten fallen an für Ausstellungen und Werbematerial.
Gelegentlich muss man auch mit Komplikationen rechnen, die Babys kommen mit Kaiserschnitt zur Welt, die Mutter kann sich nicht um ihre Babys kümmern und man muss alle zwei Stunden mit hochwertiger Kitten-Milch zufüttern usw. Selbstverständlich geht man einmal mehr zum Tierarzt, wenn man nur die geringste Befürchtung hat, irgendetwas könne nicht in Ordnung sein. Dann sind die Kosten für ein Kitten kaum noch kalkulierbar. Würde man dann noch seine eigene Zeit in Rechnung stellen würde, die man damit verbringt, die Kleinen zu "betüddeln", zu beschmusen, zu füttern und pfötchenhaltend an der Wurfkiste der Mutter zu sitzen, bis auch das letzte Kitten sauber geputzt und quietschfidel an der Zitze saugt - ein Katzenbaby wäre nicht zu bezahlen
Kein seriöser Züchter wird mit seiner Katzenzucht Reichtümer erwerben! Ganz im Gegenteil. Für die meisten ist Katzenzucht ein Hobby, das mit viel Emotionen und Engagement ausgeübt wird. Geld muss man dabei schon mitbringen, denn kostendeckend kann eine verantwortungsvolle Katzenzucht gar nicht sein!
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